Mit den Möglichkeiten des Internets kann Lernen überall stattfinden. Solches informell erworbenes Wissen wird wichtiger Bestandteil des Kompetenzprofils: Wie gehen wir mit einer hochkomplexen Wissenswelt um, in der es keine eindeutigen Qualifikationen des Wissens mehr gibt?

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Informelles Lernen

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Es ist eine Binsenwahrheit, dass Wissen heute viel breiter verfügbar und leichter zugänglich ist als früher. Das im Internet vorhandene Wissen wächst exponentiell, leider aber auch die Information von zweifelhafter Qualität - es findet keine wirkliche Qualitätskontrolle statt.

 

Lernen kann in diesem Kontext überall erfolgen, die Schulen aller Stufen haben dafür kein Monopol mehr (falls sie es überhaupt je hatten). Die Rolle der sozialen Medien wie Facebook oder Twitter für das Lernen ist noch weitgehend ungeklärt. Die Entwicklung wird weitergehen, ein Ende ist nicht absehbar.

 

Wenn es mehr und mehr informell erworbenes Wissen gibt, müsste es im Kompetenzprofil einer Person auch entsprechend integriert und validiert werden können. Wie soll das Bildungswesen mit dieser Herausforderung umgehen?

 

Wir werden das Thema in drei Phasen diskutieren:

 

1. Zunehmende Bedeutung des informellen Wissenserwerbs (Bestandesaufnahme)

Zu diskutierende Fragen:

• Gibt es – neben der gefühlsmässigen Überzeugung – konkrete Hinweise und Beispiele für diese Entwicklung?

• Welche Bereiche sind vor allem davon betroffen?

• Wenn man die Entwicklung extrapoliert, wie wird in 10, 20, 30 oder 40 Jahren das Verhältnis zwischen formell und informell angeeigneten Wissensbestandteilen aussehen?

• …

 

2. Wegweiser im "Wissensdschungel", Rolle der Schule

Zu diskutierende Fragen:

• Welche Wegweiser gibt es / muss es geben im Überangebot an Wissen?

• Welche Rolle kann bzw. muss die Schule in dieser komplexen Wissenswelt spielen?

• …

 

3. Qualitätssicherung, Nachweis des erworbenen Wissens: Schlussfolgerungen

Zu diskutierende Fragen:

• Welche Möglichkeiten gibt es, bzw. welche neuen Möglichkeiten müssten geschaffen werden, um die Qualität und die Relevanz des informell erworbenen Wissens zu beurteilen?

• Wie kann das informell erworbene Wissen im eigenen Kompetenzprofil nachgewiesen und mit dem auf formellen Weg erworbenen Wissen zu einem Ganzen integriert werden?

• Handlungsbedarf: Was kann und muss unternommen werden, um diese Integration der verschiedenen Wissensanteile in ein individuelles Kompetenzprofil zu ermöglichen, so dass sich z.B. Arbeitgeber auf solche Angaben verlassen können? Was soll dabei zertifiziert werden und von wem?

• …

 

Die Diskussion dauert vom 1. bis zum 30. Juni 2011

Beiträge in Deutsch, Französisch oder Englisch sind willkommen

Fritz Wüthrich

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